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FU Berlin Analysis II: Themen, Prüfung und Übungen

Lernhilfe zu Analysis II an der FU Berlin: Riemann-Integral, Taylorreihen, metrische Räume und Differentialrechnung mehrerer Veränderlicher.

Freie Universität Berlin Aktualisiert 3 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

Modul
Analysis II im Grundlagenbereich des Bachelorstudiengangs Mathematik
Leistungspunkte
10 LP (300 Stunden Arbeitsaufwand)
Lehrveranstaltungen
Vorlesung (4 SWS) und Übung (2 SWS), regelmäßige Teilnahme an der Übung ist Pflicht
Semester
Jedes Sommersemester, im Studienverlaufsplan im 2. Fachsemester
Voraussetzungen
Keine formalen Zugangsvoraussetzungen; inhaltlich baut das Modul auf Analysis I auf
Prüfung
Klausur (90 Minuten) oder mündliche Prüfung (ca. 20 Minuten)
Inhalt
Riemann-Integral, Hauptsatz, uneigentliche Integrale, Funktionenfolgen und -reihen, Taylorentwicklung, normierte und metrische Räume, Banachscher Fixpunktsatz, Differentialrechnung mehrerer Veränderlicher
Vorheriger Kurs
Analysis I
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Calculus 2 und Calculus 3

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Welche Wahl von $u$ macht $\int x\,e^{x}\,dx$ einfacher?
\int x\,e^{x}\,dx
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Auf dieser Seite
  1. Was Analysis II abdeckt
  2. Themenübersicht Analysis II
  3. Eckdaten aus der Ordnung
  4. Beispielaufgaben auf dem Niveau von Analysis II
  5. So läuft Analysis II gut

Analysis II ist an der Freien Universität Berlin das zweite Analysis-Modul im Bachelorstudiengang Mathematik. Es wird jedes Sommersemester angeboten, umfasst 10 Leistungspunkte und besteht aus vier Stunden Vorlesung und zwei Stunden Übung pro Woche. Diese Seite stützt sich auf die Studien- und Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang Mathematik in den FU-Mitteilungen 23/2024 und ordnet die Themen des Moduls passenden Übungen auf PracticeCalculus zu.

Was Analysis II abdeckt

Laut Modulbeschreibung baut Analysis II auf Analysis I auf und behandelt:

  • Integration einer Variablen: Riemann-Integral, Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung, Integrationsregeln, Mittelwertsatz und uneigentliche Integrale
  • Funktionenfolgen und -reihen: gleichmäßige und absolute Konvergenz, Potenzreihen, Taylorentwicklung und die Vertauschbarkeit von Grenzwertbildung mit Integration und Differentiation
  • Normierte und metrische Räume: Normen, Metriken, Vollständigkeit, kompakte Teilmengen, stetige Abbildungen und der Banachsche Fixpunktsatz
  • Differentialrechnung mehrerer Veränderlicher: partielle, totale und stetige Differenzierbarkeit, Satz über die Umkehrfunktion, Satz über implizite Funktionen, Extrema und Taylorentwicklung

Zusätzlich kann ein Ausblick auf die Integralrechnung mehrerer Variablen folgen, also Mehrfachintegrale und Volumen von Rotationskörpern, und ein Ausblick auf gewöhnliche Differentialgleichungen mit elementar lösbaren Typen. Im amerikanischen System verteilt sich der Stoff auf Calculus 2 und Calculus 3, ergänzt um Topologie, die dort gar nicht vorkommt.

Themenübersicht Analysis II

Für gleichmäßige Konvergenz, normierte und metrische Räume, Kompaktheit, den Banachschen Fixpunktsatz sowie die Sätze über Umkehrfunktion und implizite Funktionen in voller Allgemeinheit gibt es bei PracticeCalculus keine eigenen Lektionen. Die Lektion zum impliziten Differenzieren zeigt nur die Rechentechnik in der Ebene.

Eckdaten aus der Ordnung

Punkt Analysis II
Leistungspunkte 10 LP, 300 Stunden
Vorlesung 4 SWS, Teilnahme empfohlen
Übung 2 SWS, regelmäßige Teilnahme Pflicht
Übungsaufgaben 120 Stunden schriftliche Bearbeitung
Prüfung Klausur (90 Minuten) oder mündlich (ca. 20 Minuten)
Angebot jedes Sommersemester

Im Anschluss folgt im Wintersemester Analysis III mit Integration im \mathbb{R}^n, den Integralsätzen und dem Lebesgue-Integral.

Beispielaufgaben auf dem Niveau von Analysis II

1. Uneigentliches Integral.

\int_1^{\infty} \frac{dx}{x^2} = \lim_{b \to \infty} \left[-\frac{1}{x}\right]_1^{b} = \lim_{b \to \infty} \left(1 - \frac{1}{b}\right) = 1

2. Taylorpolynom. Für f(x) = \ln(1 + x) um x_0 = 0 ist

T_3(x) = x - \frac{x^2}{2} + \frac{x^3}{3}

3. Kritischer Punkt. Für f(x,y) = x^2 + xy + y^2 - 3x liefert \nabla f = (2x + y - 3,\; x + 2y) = 0 den Punkt (2, -1). Die Hesse-Matrix

H = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 1 & 2 \end{pmatrix}

ist positiv definit, also liegt dort ein lokales Minimum.

So läuft Analysis II gut

  • Integration früh sicher machen. Die Integrationsregeln kommen am Anfang und werden danach vorausgesetzt. Kurze Einheiten zu partieller Integration und Substitution sparen später Zeit.
  • Bilder zu metrischen Räumen zeichnen. Offene Kugeln in verschiedenen Normen sehen unterschiedlich aus. Skizzen helfen, Definitionen wie Kompaktheit greifbar zu machen.
  • Totale und partielle Ableitung auseinanderhalten. Eine Funktion kann alle partiellen Ableitungen haben und trotzdem nicht total differenzierbar sein. Merke dir ein Gegenbeispiel.
  • Prüfung planen. Unsere Anleitung zur Prüfungsvorbereitung hilft, die letzten Wochen sinnvoll aufzuteilen.

Tipp: Die Taylorentwicklung kommt in Analysis II zweimal vor, erst für eine Variable und dann für mehrere. Wer die eindimensionale Formel sicher kann, erkennt im Mehrdimensionalen schnell das gleiche Muster mit Gradient und Hesse-Matrix.

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Partielle Integration

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Analysis II an der FU Berlin?

Analysis II ist ein Pflichtmodul im Grundlagenbereich des Bachelorstudiengangs Mathematik mit 10 LP. Laut Studien- und Prüfungsordnung von 2024 ist es außerdem im Bachelor Mathematik für das Lehramt und im Lehramtsstudium für Integrierte Sekundarschulen und Gymnasien verwendbar.

Brauche ich Analysis I für Analysis II?

Formal nennt die Ordnung keine Zugangsvoraussetzungen. Inhaltlich baut Analysis II aber ausdrücklich auf den Kenntnissen aus Analysis I auf, vor allem auf Folgen, Reihen, Stetigkeit und Differenzierbarkeit.

Wann wird Analysis II angeboten?

Jedes Sommersemester. Im exemplarischen Studienverlaufsplan für den Studienstart im Wintersemester liegt Analysis II im 2. Fachsemester, direkt nach Analysis I.

Wie viel Arbeit sind die Übungsaufgaben?

Die Ordnung veranschlagt 120 Stunden für schriftliche Übungsaufgaben, also 40 Prozent des Gesamtaufwands von 300 Stunden. Die Übung ist Pflicht, und die Bearbeitung der Aufgaben gilt als aktive Teilnahme.

Ist Analysis II schwerer als Analysis I?

Viele empfinden den Sprung zu metrischen Räumen und mehreren Veränderlichen als größer als den Einstieg. Hilfreich ist, die Integration einer Variablen schnell sicher zu können, damit Zeit für die neuen Begriffe bleibt.

Geschrieben vom PracticeCalculus-Team

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